Tag: 19. Oktober 2016

09.10.2016 | TSV Drügendort/Tiefenstürmig 2

2016-10-09_bv-info 2016-10-09_bv-aufstellung

Berichterstatter: Agent P. Tabelle / Aufstellung: www.bfv.de

Hallo Freunde des runden Leders,

nun ging es also nach Drügendorf, wo der SVB bekanntlich schon viele Schlachten schlagen musste. Und nicht immer hatten wir dabei das bessere Ende für uns. Davon wussten die „Jungen Wilden“ (Zitat FT) natürlich nichts. Die Verantwortlichen aber wurden nicht müde, die Jungs darauf vorzubereiten.

Das ist scheinbar auch gut gelungen, denn die Jungs legten los wie die Feuerwehr. Und das erfolgreich. In der zweiten Minute bekam der SVB einen Einwurf auf der linken Seite zugesprochen. Ausgeführt von Mert Samraoglu zu Heiko Netter, dieser köpfte zu Mert zurück. Die Drügendorfer konnten nicht entscheidend stören und den Ball nicht klären. So blieb Mert in Ballbesitz und flankte auf Egemen „Ege“ Sahin, der die Kugel mit der Brust annahm und mit links oben in die Maschen schoss.

Ganze 3 Minuten später klingelte es schon wieder. Nach einem Einwurf für Drügendorf auf ihrer rechten Seite, machten unsere Jungs Druck gegen Ball und Gegner. Zeki „Dauerrenner“ Akyol erkämpfte durch energisches Nachsetzen die Kugel und spielte den startenden Mert schön frei. Mert zog von der linken Seite auf das Tor zu und aus spitzem Winkel ab. Den Schuss konnte der Keeper der Hausherren zwar abwehren, aber nicht aus der Gefahrenzone bringen. Orcun „Stahlschädel!“ Hantal hatte aber aufgepasst, schnappte sich den Abpraller und schob zum 2:0 ein. Spätestens jetzt sah es für alle taktischen Planungen der Hausherren sehr schlecht aus.

In der 9. Minute dann ein Ausrufezeichen der Offensive der Hausherren. Die waren in ihrem linken Mittelfeld in Ballbesitz und schlugen einen langen Diagonalball in den Strafraum. Unsere Defensive schätzte die Flugbahn der Kugel falsch ein und sprangen unter dem Ball durch. Dadurch kam ein Angreifer der Drügendorfer in spitzem Winkel ca. 5 Meter vor dem Gehäuse an den Ball. Metin „Coach“ Akyol hatte aber aufgepasst und konnte die Situation entschärfen.

In der 15. Minute erhöhten die Jungs auf 3:0. Die Jungs konnten einen aufkeimenden Angriff der Hausherren im defensiven Mittelfeld abfangen und zeigten dann blitzschnelles Umschaltspiel. Ege spielte auf den losstürmenden Heiko, der sich alleine und in hoher Geschwindigkeit auf die Reise Richtung Heimgehäuse machte. Aber Heiko behielt den Kopf oben, zog den Torhüter auf sich und hatte dennoch das Auge für den mitgelaufenen Orcun. Quergelegt, eingeschoben, 3:0.

Bei den mitgereisten Fans machte sich langsam Tiefenentspannung breit und sie genossen einfach die Show.

In der 18. Minute zeigten die Hausherren, dass sie auch noch mitzuspielen gedachten. Nico Treibl verursachte im rechten Mittelfeld ein Foul, als er einen Drügerdofer mittels gestrecktem Bein fällte. Den fälligen Freistoß schossen die Gastgeber aus ca. 25 Metern direkt auf das Tor. Der Ball sprang auf, aber der Coach in der Kiste konnte den Ball nicht sicher halten sondern lies abprallen. Daraufhin kam ein Drügendorfer zum Schuss und schlug den Ball an den Pfosten. Danach konnte die Abwehr mit vereinten Kräften und viel Tohuwabohu die Situation klären. Danach vernahmen wir an der Seite die messerscharfe Analyse eines Mittelfeldspielers des TSV: „Der Torwart ist nix.“

Mit derartigen Analysen sind regelmäßig zwei Fragestellungen verbunden.

  1. Stimmt diese Analyse tatsächlich? Und falls es stimmt, dann
  2. können wir es zu unserem Vorteil nutzen?

Und hier haben wir auch das Problem der Hausherren. Sie hatten keine Mittel gegen unsere Jungs. Die Mannschaft war zu schnell, zu stark, zu gut für das Team aus Drügendorf.

Um 13.22 Uhr analysierte der alte Taktikfuchs Rudi Fischer ebenfalls messerscharf mit: „Denna ihr Torwart is aber a nix!“. Wenige Sekunden danach brachten die SVBler einen Konter über Orcun auf der rechten Seite nach vorne. Er legte auf Mert auf, der aus ca. 11 Metern dem Keeper keine Chance ließ und zum 4:0 einschoss.

3 Minuten später setzte sich Basti Bartak auf dem rechten Flügel durch und lief allen davon. Dann zog er auf das Tor zu, legte aber quer auf Heiko Netter, der keine Mühe hatte, das Runde ins Eckige zu schieben.

In Spielminute 35 fing Basti Meth einen Ball der Drügendorfer im linken Mittelfeld ab und spielte schnell nach Vorne zu Heiko. Der setzte wiederum Mert ein. Mert schlug den Ball in den Strafraum zu Orcun. Vor ihm stand ein Verteidiger, der aber ein Luftloch schlug. Orcun bedankte sich dafür, indem er den Ball stoppte, sich den Torhüter „ausschaute“ und trocken verwandelte. Das halbe Dutzend war also voll.

Eine Minute später sah aus Sicht der Heimelf eigentlich alles vollkommen ungefährlich aus. Sie liesen den Ball in der Abwehr laufen. Dann nahm Heiko das Herz in die Hand, machte Druck auf die Abwehr und erkämpfte sich den Ball. Wo er das Spielgerät nun schon mal hatte, lief er damit direkt auf das Tor zu. Zwei Mann waren mitgelaufen und wie Heiko nun mal ist, legte er vor dem Tor quer zu Orcun. Orcun war wohl der Meinung, dass Heiko dieses Tor selbst verdient hätte und schob das Leder kurzerhand zurück zu Heiko, der auf 7:0 erhöhte.

Mit dem Stand von 7:0 für Bammersdorf ging es in die Pause.

Nach der Pause bot sich den Zuschauern das gleiche Bild wie davor. Unser Team bestimmte das Spiel nach belieben. In der 47. Minute war es dann wieder Mert, der am 16er angespielt wurde, mit rechts abzog und den Ball zum 8:0 in das lange Eck hämmerte.

In der 53. Minute bekam der SVB einen berechtigten Elfmeter zugesprochen. Zuvor wurde Orcun von gleich zwei Drügendorfern gemeinsam im Strafraum umgenietet. Zunächst sah es aus, als würde Heiko schießen, aber schließlich führte dann Nico Treibl aus und verwandelte sicher zum 9:0.

In der 64. fing unsere Defensive einen halbherzigen Angriff des TSV auf der linken Seite ab. Über Basti Meth wurde das Spiel verlagert und der Ball kam zu Nico Treibl. Nico schlug einen Diagonalball auf den zweiten Pfosten. Orcun lief ein, hebelte zum wiederholten Mal die Abseitsfalle aus und schoss das Ergebnis in den zweistelligen Bereich.

In der Spielminute 78 durften wir eine gelungene Kombination der SVBler auf der linken Spielfeldseite beobachten. Involviert waren Zeki, Timo Kayser und Mert, der dann die Murmel nach Rechts zu Orcun spielte. Es sah aus, als wäre das Zuspiel zu steil für Orcun, aber er strafte uns Lügen, erlief den Pass und legte direkt vor dem Tor quer. Zeki war mitgelaufen und markierte Treffer Nr. 11.

Kurz vor Schluss machten die Jungs das Dutzend voll. Einen schönen Angriff mit Doppelpass zwischen Heiko und Timo eröffnet, dann auf Orcun gespielt. Orcun legte quer zurück auf Heiko, der von der linken Seite kommend neben dem Pfosten einschob. Damit war der Endstand von 0:12 hergestellt.

Der aufmerksame Leser wird sich nun fragen, was da los ist. In BfV, Anpfiff und Zeitungen steht doch überall 0:11. Was ist denn hier nun los? Also die Menge an Toren (und Karten) hat den Schiedsrichter ein bisschen verwirrt, sodass ihm einige Details durcheinander gerieten.

Zum Abschluss noch ein kleiner Hinweis an die Drügendorfer Defensive: Es liegt keine Abseitsstellung vor, wenn sich der angespielte Spieler hinter dem Ball befindet.